Nähfee werden: 10 Tipps für Nähanfänger

Aller Anfang ist schwer? Aller Anfang macht vor allem wahnsinnig viel Spaß!
Wenn du dein neues ich als Nähfee gerade erst entdeckt hast,
bist du wahrscheinlich hin und wieder ein wenig verwirrt,
weil so viele Informationen auf dich einprasseln.

Projekt: Snaply Hoodie
Projekt: Snaply Hoodie

Lass dich nicht entmutigen, wenn du einmal irgendetwas nicht auf Anhieb weißt oder kannst. Wie auch? Vieles ist neu. Aber es macht große Freude, die Nähwelt zu entdecken. Ich habe dir hier ein paar kleine Tipps zusammengestellt, die dir vielleicht helfen, mehr Freude am Lernen zu haben und auch ein klein wenig mehr an dich selbst zu glauben.

Lerne deine Nähmaschine kennen

Die Nähmaschine ist deine beste Freundin im Nähzimmer. Behandle sie auch so. Lerne sie kennen. Mit allen ihren Eigenschaften, Fähigkeiten und Macken. Wenn du zwischendurch Zeit hast, nähe alle Stiche einmal durch. Probiere alle Knöpfe aus und beobachte, was sich verändert. Handbücher sind übrigens extrem interessant. Anders als bei einer Kaffeemaschine, wo man die Beschreibung vielleicht einfach achtlos weglegt, findest du dort wichtige Informationen über deine Freundin. Schmökere hin und wieder. Du wirst überrascht sein, was deine Nähmaschine alles kann!

Schaffe dir Platz und Licht

Nähen in engen Kämmerlein bei funzeligem Licht macht keinen Spaß. Zum Nähen brauchst du Licht und Platz. Auch wenn du vielleicht nur eine kleine Ecke hast, ist eine gute Beleuchtung das A und O. So siehst du besser und das Arbeiten geht dir gleich leichter von der Hand. Deine Augen werden es dir danken. Vor allem dann, wenn du mit dunklem Garn auf dunklen Stoffen nähst.
Gerade wenn du Kleidung nähst, wirst du Platz für den Zuschnitt brauchen. Die wenigsten haben große Zuschneidetische. Aber dafür gibt es ja Fußböden. Räume dir irgendwo eine Fläche frei, auf der du ungestört zuschneiden kannst.

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Mit einfachen Projekten beginnen

Für den Anfang solltest du dir Projekte aussuchen, die leicht zu nähen und für Anfänger geeignet sind. Bei vielen Anleitungen und eBooks steht das dabei. So passiert es nicht, dass du überfordert bist und du siehst sehr schnell ein Ergebnis. Beginne mit kleinen Täschchen oder einem einfachen Shirt. Es macht wahnsinnig viel Freude, das erste selbst genähte Teilchen in Händen zu halten. Ich kann dir hier z.B. das Square Shirt oder Luft&Liebe von Jojolino ans Herz legen. Bei Glückpunkt beispielsweise steht bei allen eBooks das Level dabei. So kannst du schnell erkennen, welche eBooks für Anfänger geeignet sind.

Den Schwierigkeitsgrad langsam steigern

Wenn dein erstes Projekt gut geklappt hat, kannst du beim nächsten Projekt einen Schwierigkeitsgrad mehr einbauen. Hast du z.B. ein einfaches Shirt (z.B. Sally) genäht, kannst du beim nächsten Projekt z.B. ein Shirt-Kleid mit Flügelärmel (z.B. Clyde von Unikatze) oder Abnähern (z.B. MyDarling) versuchen. So kennst du schon viele Techniken aus dem ersten Projekt und nur zwei bis drei neue Sachen kommen dazu. Auf diese Weise kannst du deine Fähigkeiten langsam ausbauen ohne gleich in ein mega-kompliziertes Thema einsteigen zu müssen.

Kaufe gezielt ein

Am Anfang hast du sicher noch nicht so viel Material zu Hause. Das macht nichts. Denn die Stoffberge türmen sich nach einer Weile ganz wie von Zauberhand. Glaub mir. Damit du deinen Geldbeutel schonst, solltest du am Anfang erst das Projekt auswählen, in der Beschreibung nachlesen, welche Materialien du brauchst (Stoff, Garn, Zutaten) und dann gezielt dafür einkaufen gehen. So stellst du sicher, dass du auch alles parat hast, wenn du mit deinem Projekt startest.

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Lege die wichtigsten Utensilien bereit

Neben deinen Materialien braucht du natürlich auch dein Werkzeug. Wenn du mit einem Projekt startest, ist es immer toll, wenn du dann alles griffbereit hast. Lege dir also am Besten vorher schon alles raus, was du braucht. So kannst du in Ruhe arbeiten und musst nicht ständig aufstehen, um irgend etwas zu suchen. Lege auch immer ein kleines Stückchen Schokolade oder ein paar Nüsse für die Nerven dazu.

eBooks – mehr als nur ein Schnittmuster

Wenn du eBooks aufmerksam liest, wirst du herausfinden, dass es eine Menge mehr ist, als nur ein Schnittmuster mit Text. Oft sind in den Anleitungen viele Tipps und Tricks versteckt, durch die du viel lernen kannst. Du erfährst etwas über Stoffe und Techniken und die Verwendung der richtigen Sticharten. Es loht sich also, in eBooks jedes Wort zu lesen und jedes Bild zu betrachten. Dabei lernst du ganz automatisch dazu. Natürlich kannst du dich für Extra-Wissen auch noch auf Blogs umsehen oder bei YouTube nach den passenden Videos suchen. Auch hier sind tolle Anregungen versteckt, die nicht nur kurz „aha“ machen.

Gruppen – gemeinsam nähen macht Spaß

Du hast keine Lust immer nur in deinem Kämmerchen zu sitzen? Wenn es bei dir im Ort vielleicht keine Nähtreffs gibt, hilft das Soziale Netzwerk. Bei Facebook gibt es viele tolle Nähgruppen, in denen du Gleichgesinnte triffst. Ich persönlich habe über die virtuelle Welt schon viele (Näh-)Freundschaften geschlossen, von denen einige sogar real geworden sind. Schau dich um. Oder bewirb dich für ein Probenähen. Denn gemeinsam macht es nicht nur Spaß, du kannst von den anderen Teilnehmerinnen auch eine Menge lernen.

Trau dich!

Wenn du dich weiterentwickeln willst, wage auch einmal Dinge, die du noch nie gemacht hast. Probiere sie einfach aus. Was soll schon passieren? Es ist keine OP, bei der der Patient versterben kann. Also einfach frisch ans Werk. Noch nie einen Reißverschluss eingenäht? Macht nichts. Such dir ein eBook aus, in dem einer verarbeitet wird und gehe einfach Schritt für Schritt die Anleitung durch. Und – schneller als du gucken kannst – hast du einen Reißverschluss eingenäht. Also einfach keine Angst!

Ich wünsche dir von ❤ ganz viel Freude beim Entdecken deiner Nähkünste!

Liebst,
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Veröffentlicht von

Nähfee. Kreativkopf. Biker-Lady. Social-Media-Mädchen. Unternehmerin. Katzenmama. Prinzessin.

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