Was du wirklich zum Nähen brauchst

Du hast gerade mit dem schönsten Hobby der Welt angefangen und siehst plötzlich zig Dinge, die man sich als Nähfee anschaffen kann? Materialien, Nähgarn, Zubehör zur Nähmaschine, Schere, kleine Helferlein? Wenn Geld keine Rolle spielt, kannst du hier tausende von Euro für tolle Sachen ausgeben. Nur: Lohnt das wirklich?

nahttrenner
Mein liebster Freund, der Nahttrenner

Gerade am Anfang bist du dir wahrscheinlich noch nicht sicher, ob du das alles wirklich brauchst. Und es ist tatsächlich so, viele Dinge sind zwar niedlich, aber nicht unentbehrlich.

Was willst du nähen?

Zuerst solltest du dir die Frage stellen, was du nähen willst. Kleidung? Taschen? Kissen, Decken und Deko? Nähbar ist so ziemlich alles. Aber je nach Projektschwerpunkt können andere Dinge wichtig sein, die dich bei deiner Arbeit unterstützen.

Die passende Nähmaschine ist natürlich in jedem Fall gefragt. Sie wird deine beste Freundin werden. Infos zur Entscheidungsunterstützung bei der Wahl der richtigen Maschine habe ich dir hier zusammengestellt.

garn

Das Material: Stoffe und Nähgarn

Für den Anfang musst du nicht gleich alle Stoffläden plündern. Suche dir ein Projekt aus und kaufe gezielt für dieses Projekt ein. Die Stoffberge türmen sich nach einiger Zeit wie von selbst.

Zu deinen Stoffen wirst du auch das passende Nähgarn benötigen. Schaffe dir hier am besten eine kleine Farbauswahl Allesnäher-Garn an. Wähle dabei Farben, die du voraussichtlich häufig benötigst. In jedem Fall schwarz und weiß und ggf. noch ein paar deiner persönlichen Lieblingsfarben. Damit kannst du nahezu alle Nähprojekte bewältigen.

Je nach Nähprojekt kann es sein, dass weitere Zutaten wie Gummibänder, Kordeln, Ösen oder Reißverschlüsse gebraucht werden. Für den Anfang würde ich dir empfehlen, diese Dinge immer passend zu deinem Projekt einzukaufen. Oft ist es so, dass nichts aus deinem Vorrat exakt passt und du dann doppelt kaufst und Geld ausgibst.

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Schere und Co für den exakten Zuschnitt

Schneidern kommt von Schneiden. Daher ist eine gute Stoffschere das A und O. Nichts ist schlimmer, als abgefressene Kanten oder gezogene Fäden, weil deine Schere nicht scharf ist. Eine gute Stoffschere gleitet wie Butter durch jeglichen Stoff. Achte darauf, dass die Schere gummierte Griffe hat. Eine Metallschere macht auf Dauer fiese Druckstellen an den Fingern. Schneide mit deiner Stoffschere nichts anderes als Stoff. Sämtliche anderen Materialien – vor allem Papier – machen die Scheren sehr schnell stumpf.

Neben einer Stoffschere kannst du dir auch eine kleine, spitze Fadenschere anschaffen. Das kleine Ding ist ein tolles Helferlein, wenn es darum geht, jeden noch so kleinen Faden zu erwischen oder einmal Nahtzugaben exakt ein- oder zurück zu schneiden.

Wenn du ein wenig fortgeschritten bist, können auch ein Rollschneider, ein langes Lineal und die passende Schneidematte eine große Hilfe sein. Lange Geraden oder Rundungen lassen sich mit ein wenig Übung damit wie von selbst schneiden.

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Stecknadeln und Co: Gut fixiert ist halb genäht

Neben einem exakten Zuschnitt hilft dir auch ein präzises Stecken bei der Arbeit und führt zu schönen Ergebnissen. Daher solltest du ausreichend Stecknadeln zur Hand haben. Für Jersey-Kleidung oder wenn es nicht allzu exakt hergeht, sind auch Wonder Clips eine tolle Hilfe.

Natürlich kannst du auch klassisch mit der Hand heften. Ich mache das sehr gerne, wenn ich vorab anprobieren möchte oder wenn es ganz exakt werden soll. Das ist angenehmer als pieksige Nadeln. Dazu benötigst du Heftfaden (der leicht abzureißen ist) und eine Handnähnadel.

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Kreide: Anzeichnen und markieren

Um dir Markierungen zu setzen oder auch Schnitteile anzuzeichnen, solltest du Schneiderkreide parat haben. Wichtig ist, dass sich diese ganz einfach wieder entfernen lässt. Entweder vorsichtig mit einem leicht feuchten Baumwolltuch oder auch nach dem Waschen (falls deine Stoffe waschbar sind). Anstelle von klassischer Schneiderkreide kannst du auch ein Kreiderädchen, Kreidestifte oder sog. Trick-Marker nutzen. Alle Utensilien gibt es in weiß und dunkel (meist blau), je nachdem auf welchem Stoff sie zum Einsatz kommen sollen.

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Sauber messen und abstecken

Unverzichtbar, wenn es genau werden soll, sind deine Messgeräte. Dazu ist ein flexibles Maßband wichtig. Wenn du eines kaufst, solltest du darauf achten, dass die Skala auf der Rückseite gegenläufig ist. So musst du nicht ständig den Anfang suchen, sondern das Band einfach umdrehen, wenn es bei 120 oder 150 beginnt und du kannst wieder bei 1 anfangen. Für Säume oder zum Anzeichnen von Nahtzugaben ist ein kleines Handmaß toll, das auf beiden Seiten eine Skala hat, um dir z.B. beim Säumen einen exakten Umschlag zu garantieren.

Alles schön glatt: Bügeln macht hurra

Was in keinem Nähzimmer fehlen darf, sind Bügelbrett und Bügeleisen. Vor dem Zuschnitt kannst du damit deinen Stoff ggf. nochmal bügeln, falls er Knicke oder Falten hat. Während des Nähens hilft dir das Bügeleisen, saubere Säume und Belege zu nähen. Und auch das fertige Stück wird umso schöner, wenn es ordentlich gebügelt ist.

Ich wünsche dir von

Liebst
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Veröffentlicht von

Nähfee. Kreativkopf. Biker-Lady. Social-Media-Mädchen. Unternehmerin. Katzenmama. Prinzessin.

3 thoughts on “Was du wirklich zum Nähen brauchst

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